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27.05.2018
CDU Oranienburg fordert Ausbau weiterführender Schulen
Oranienburg, 25. Mai 2018 – Oranienburgs Christdemokraten diskutierten am Mittwochabend auf ihrer Mitgliederversammlung in der TURM Erlebniscity die aktuelle Lage im Bereich der weiterführenden Schulen. Aufgrund anhaltend steigender Schülerzahlen werden die Gymnasien, Gesamt- und Oberschulen bald an ihre räumlichen und personellen Kapazitätsgrenzen stoßen.
 
Um die Qualität der Bildung künftig zu erhalten sowie weite Schulwege für die Schülerinnen und Schüler zu vermeiden, sprechen sich Oranienburgs Christdemokraten sowohl für Anbauten als auch für eine zusätzliche Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe aus.
„Es ist bereits fünf nach zwölf“, sagt Nicole Walter-Mundt, Vorsitzende der CDU Oranienburg und Mitglied im Bildungsausschuss des Landkreises Oberhavel. „Wir müssen schneller auf die aktuellen Schülerzahlen sowie auf das anhaltend starke Bevölkerungswachstum reagieren und wir müssen die Bildungslandschaft in der Region zukunftsfest machen. An langen Schulwegen, Klassengrößen von dreißig Schülern oder daran, dass Deutschunterricht notfalls auch in Fachräumen für Chemie stattfindet, kann niemanden ernsthaft gelegen sein“, kritisiert die CDU-Bildungspolitikerin. „Wo es möglich ist, sollten wir die Erweiterung neuer Räumlichkeiten prüfen. Perspektivisch wäre aber eine moderne Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe die bessere Lösung, um Oberhavel sowohl für Schüler als auch für Lehrer attraktiver und flexibler aufzustellen“, so Nicole Walter-Mundt.
Gabriele Schiebe, Schulleiterin des Louise-Henriette-Gymnasiums in Oranienburg (LHG), sieht die derzeitige Entwicklung im Bereich der weiterführenden Schulen mit „Bauchschmerzen“.  Sie berichtete den anwesenden CDU-Mitgliedern am Beispiel des LHG, dass die Raumkapazitäten an den Schulen bereits heute ausgereizt sind und dass man bei Klausuren unter Abiturbedingungen, mündlichen Prüfungen der 10. Klassen oder bei Wettkämpfen in der Sporthalle auch schon mal improvisieren müsse. Sollte das LHG aufgrund steigender Schülerzahlen künftig weiterhin „fünfzügig oder sogar sechszügig fahren“, dann dürfte der Schulalltag hinsichtlich der Bildungs- und Aufenthaltsqualität, sowie Rückzug- und Arbeitssorten für Schüler und Lehrer noch mehr beeinträchtigt sein.
An weiterführenden Schulen liegt der Richtwert für Klassengrößen bei 28 Schülern, bei Kindern mit Förderbedarf sogar nur bei 23. Die Fachkabinette für Chemie, Biologie, Physik oder Informatik sind für den normalen Unterricht ungeeignet. Schulwege von 90 Minuten sind zwar zulässig, für Kinder und Jugendliche auf Dauer aber unzumutbar. Moderne, attraktive Schulen mit einer hohen Aufenthaltsqualität, angemessenen Klassengrößen und einem breit gefächerten Kursangebot können künftig auch dazu beitragen, dass sich vermehrt gut ausgebildete Lehrkräfte aus Brandenburg für eine Tätigkeit an Oberhavels Schulen entscheiden und so die Bildungsqualität vor Ort sicherstellen.

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