06.06.2026, 09:03 Uhr

CDU-Fraktion will Oranienburger Modell dauerhaft fortführen

Christian Howe, Vorsitzender der CDU-Fraktion Oranienburg, bewertet die Fortführung des Oranienburger Modells als wichtigen Erfolg für die kommunale Infrastrukturpolitik.

„Das Oranienburger Modell hat sich als Erfolgsmodell für einen einfachen, pragmatischen und bezahlbaren Straßenbau bewährt. Es schafft eine echte Alternative zwischen einem oftmals sehr teuren grundhaften Straßenausbau und dem dauerhaften Erhalt von Sand- und Schotterpisten. Genau diese Wahlmöglichkeit haben sich viele Bürgerinnen und Bürger über Jahre gewünscht.“

Howe verweist darauf, dass die ersten Ergebnisse insbesondere im Musikerviertel deutlich sichtbar seien. Die Straßen seien funktional, verkehrssicher und würden das Wohnumfeld spürbar aufwerten.

Nach Einschätzung des CDU-Fraktionsvorsitzenden hat das Modell zugleich eine lange schwelende Konfliktsituation zwischen Bürgerschaft und Verwaltung entschärft. „Viele Jahre standen sich unterschiedliche Erwartungen und finanzielle Möglichkeiten gegenüber. Das Oranienburger Modell hat hier einen praktikablen Mittelweg eröffnet.“

Wie Howe weiter ausführt, stößt der Ansatz mittlerweile auch über die Stadtgrenzen hinaus auf großes Interesse. Zahlreiche Kommunalpolitiker aus Brandenburger Städten und Gemeinden würden sich nach den Erfahrungen in Oranienburg erkundigen und prüfen, ob sich das Modell auf ihre Kommunen übertragen lässt.

„Das zeigt, dass Oranienburg hier eine Vorreiterrolle eingenommen hat. Unser Modell besitzt politischen Vorbildcharakter, weil es fair, kostengünstig und zugleich funktional ist.“

Die CDU-Fraktion wolle deshalb auch in den kommenden Jahren an diesem Weg festhalten. Neben der Verbesserung der Lebensqualität vor Ort spreche insbesondere die wirtschaftliche Perspektive für eine Fortführung.

„Jeder Meter Straße, den wir rechtzeitig ertüchtigen, reduziert spätere Sanierungs- und Unterhaltungskosten. Das trägt mittel- und langfristig auch zur Haushaltskonsolidierung bei. Wir dürfen unsere Infrastruktur nicht auf Verschleiß fahren.“

Howe erinnert daran, dass sich die Stadtverordnetenversammlung im März 2026 auf Antrag der CDU-Fraktion im Rahmen der neuen verkehrs- und mobilitätspolitischen Leitlinien ausdrücklich dazu bekannt habe, das Niveau der Straßenunterhaltung dauerhaft abzusichern. Mit einem Ansatz von 2,125 Millionen Euro für die Straßenunterhaltung sowie weiteren 855.000 Euro für das Oranienburger Modell seien hierfür wichtige finanzielle Grundlagen geschaffen worden.

Für die kommenden Jahre sieht die CDU-Fraktion weiteres Entwicklungspotenzial. Ziel sei es, bis 2027 das erste vollständige Quartier im Bereich Oranienburg-Süd beziehungsweise des Musikerviertels abzuschließen.

Darüber hinaus möchte die CDU-Fraktion die erfolgreiche Quartiersstrategie um einen weiteren Baustein ergänzen. „Künftig sollten wir auch einzelne Straßen gezielt über die Mittel der laufenden Straßenunterhaltung ertüchtigen können, um bestehende Lücken im Netz schrittweise zu schließen und den Gesamtzustand unserer Infrastruktur weiter zu verbessern“, so Howe.

Diese Überlegungen wolle die CDU-Fraktion in die weitere Arbeit der AG Straßenbau sowie in die Beratungen der Stadtverordnetenversammlung einbringen.

Erweiterte Straßeninstandsetzung soll fortgesetzt werden, Foto: Christian Howe Erweiterte Straßeninstandsetzung soll fortgesetzt werden, Foto: Christian Howe